{"id":966,"date":"2019-02-05T07:59:32","date_gmt":"2019-02-05T07:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dege.elach.uminho.pt\/?post_type=tribe_events&#038;p=966"},"modified":"2019-02-05T08:26:45","modified_gmt":"2019-02-05T08:26:45","slug":"seccao-espacos-limiares-do-holocausto-a-memoria-no-mundo-lusofono-no-13-congresso-alemao-de-lusitanistas","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/event\/seccao-espacos-limiares-do-holocausto-a-memoria-no-mundo-lusofono-no-13-congresso-alemao-de-lusitanistas\/","title":{"rendered":"Sektion Grenzr\u00e4ume des Holocausts: Ged\u00e4chtnis in der portugiesischsprachigen Welt, im Lusitanistentag 2019"},"content":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.philhist.uni-augsburg.de\/lehrstuehle\/romanistik\/angewandte\/Lusitanistentag2019\/lusitag-port\/\"><strong>Espa\u00e7os limiares do Holocausto: a mem\u00f3ria no mundo lus\u00f3fono \/ <\/strong><strong>Grenzr\u00e4ume des Holocausts: Ged\u00e4chtnis in der portugiesischsprachigen Welt<\/strong><\/a><\/p>\n<p>11 &#8211; 14 September 2019<\/p>\n<p>Lusitanistentag 2019<\/p>\n<p>Universit\u00e4t Augsburg<\/p>\n<p>Org.: Orlando Grossegesse (UMinho), Paulo Soethe (UFPR, Curitiba), Lu\u00eds Pimenta Lopes (UMinho)<\/p>\n<p><strong>CFP:<\/strong> Vorschl\u00e4ge\u25ba <a href=\"mailto:ogro@ilch.uminho.pt\">ogro@ilch.uminho.pt<\/a> bis zum <strong>30.April. 2019<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten zwei Jahrzehnten ist sowohl in Brasilien als auch in Portugal das Ged\u00e4chtnis des Holocaust st\u00e4rker in das Zentrum des kulturellen Lebens ger\u00fcckt. Kann man dies einerseits als Folge der Globalisierung des Holocaust-Diskurses sehen, so darf man andererseits auch nicht spezifische Wirkungen auf traditionelle Konzepte nationaler Identit\u00e4t, Geschichte oder Kanon untersch\u00e4tzen. Diese Dynamik geht in Brasilien eher von der Literatur aus \u2013 als Beispiele seien Giselda Leirners <em>Nas \u00e1guas do mesmo rio<\/em> (2005) oder Noemi Jaffes <em>O que os cegos est\u00e3o sonhando?<\/em> (2012) genannt. Zweifellos den gr\u00f6\u00dften Publikumserfolg erfuhr Michel Laubs <em>Di\u00e1rio da queda<\/em> (2011). In Portugal hingegen haben neuere historische Forschungen vor allem \u00fcber Portugiesen als Fremdarbeiter im NS-Reich, die im Konzentrationslagern landeten, Aufsehen erregt. Dies hat insgesamt dazu gef\u00fchrt, \u00fcber die traditionelle Fernhaltung von allem, was die Verstrickungen der beider L\u00e4nder auf politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Ebene mit dem NS-Regime betrifft, nachzudenken. Ebenso wird die Idealisierung von Portugal und Brasilien als \u201aHafen der Hoffnung\u2018 f\u00fcr Tausende, die vor dem Holocaust flohen, hinterfragt. Hier wird die Kategorie des <em>bystander<\/em> (Raul Hilberg) in all seinen Varianten relevant f\u00fcr die Recherche von Mitwissen, Passivit\u00e4t oder gar Mitt\u00e4terschaft, auf derem Hintergrund sich einzelne Aktionen der Hilfe (Aristides de Sousa Mendes, Jo\u00e3o Guimar\u00e3es Rosa) und der Weckung von Bewu\u00dftsein \u2013 gerade auch \u00fcber Kunst, Literatur und Kino \u2013 abheben. Es ist zu fragen, welche Rolle das Ged\u00e4chtnis des Holocaust in der portugiesischen und brasilianischen Gesellschaft spielte und spielt, wobei es auch gilt Verbindungen und Vergleiche aufzusp\u00fcren. Zu einem Zeitpunkt, an dem kaum mehr Zeugenbefragungen m\u00f6glich sind, erlangen alle Prozesse auf der Schwelle zwischen <em>memory<\/em> und <em>postmemory<\/em> besonderes Interesse, so wie dies exemplarisch in der Wiederaufnahme des Titels <em>Sob c\u00e9us estranhos<\/em> (Ilse Losas Roman von 1962) durch Daniel Blaufuks (2007) deutlich wird. Es geht um ein vielsprachiges und medial vermitteltes Ged\u00e4chtnis in Grenz- oder Schwellenr\u00e4umen des Holocaust. Aus eben dieser Position der Peripherie werden andere Themen aufgeworfen, andere Bilder entworfen oder Narrationen geschaffen, die allerdings f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Geschichte f\u00fcr eine humanere Gegenwart und Zukunft nicht weniger wichtig sind. Die Veranstalter dieser Sektion erwarten Beitr\u00e4ge, die sich mit Fragestellungen aus der Perspektive der Geschichts-, Medien-, Kultur- , Literatur- und \u00dcbersetzungswissenschaft befassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Espa\u00e7os limiares do Holocausto: a mem\u00f3ria no mundo lus\u00f3fono \/ Grenzr\u00e4ume des Holocausts: Ged\u00e4chtnis in der portugiesischsprachigen Welt 11 &#8211; 14 September 2019 Lusitanistentag 2019 Universit\u00e4t Augsburg Org.: Orlando Grossegesse &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_tribe_events_status":"","_tribe_events_status_reason":"","footnotes":""},"tags":[],"tribe_events_cat":[],"class_list":["post-966","tribe_events","type-tribe_events","status-publish",""],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events"}],"about":[{"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/tribe_events"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/966\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=966"},{"taxonomy":"tribe_events_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/dege.elach.uminho.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events_cat?post=966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}